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Der Jugend eine Stimme geben – jetzt wichtiger als je zuvor!

Vorsitzende und Vize-Vorsitzende der Landesbeiräte der Schülerinnen und Schüler der drei Sprachgruppen zu Besuch in der Kinder- und Jugendanwaltschaft.

Kinder- und Jugendanwältin Höller mit den Vorsitzenden der Schülerbeiräte (Foto: Kinder- und Jugendanwaltschaft)

Um einen Austausch zu schulrelevanten Themen zu ermöglichen und Formen der zukünftigen Zusammenarbeit anzudenken, hat die Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller die Vorsitzenden der Landesbeiräte und ihre Stellvertreter, Pomella Silvia, Zuggal Nadia, Mahmood Abdul, Videsott Moriz und Castlunger Marc, zu einem Treffen eingeladen.

Nachdem die Kinder- und Jugendanwältin und die einzelnen Vorsitzenden ihre Tätigkeitsfelder vorgestellt hatten, fand ein reger Austausch zu aktuellen Themen statt. Insbesondere wurde über den pandemiebedingt veränderten Schulalltag gesprochen. Dabei wurden die Schwierigkeiten aufgezeigt, mit denen sich Schüler in dieser Zeit konfrontiert sahen. Hierzu gehörten die logistischen Probleme derjenigen, die kein eigenes Zimmer oder keinen eigenen Laptop hatten, aber auch der zunehmende Leistungsdruck, welchem Schülerinnen und Schüler bereits in der Vergangenheit ausgesetzt waren und oft weiterhin sind.

Einig waren sich die Anwesenden darüber, dass es noch Spielraum für die Aufwertung des Schullebens gibt. Es besteht beispielsweise der Wunsch, Meinungspluralität, eine gute Diskussionskultur, die Behandlung aktueller Themen sowie Maßnahmen zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens an der Schule zu fördern.

Breit besprochen wurde auch das Thema der Partizipation in allen Schulstufen. Ein großes Anliegen aller ist es, dass Schülerinnen und Schüler über die sie vertretenden Gremien Bescheid wissen und dass die von den Landesbeiräten vorgetragenen Vorschläge auch Berücksichtigung finden. „Wir sind voller Ideen und Tatendrang, häufig werden uns jedoch knappe personelle Ressourcen und hohe bürokratische Hürden zum Verhängnis“, äußern sich die Vorsitzenden.

Ein letzter Aspekt, der während des Treffens besprochen wurde, war jener des Fernunterrichts und der Vergleich zum Präsenzunterricht. Was am Unterricht in Präsenz geschätzt wird? Die Menschen, die Begegnung mit „realen“ Menschen. Die Gespräche zwischen den Schulstunden, die gemeinsamen Pausen, das miteinander Lachen.

Abschließend hat die Kinder- und Jugendanwältin betont: „Es sind diese scheinbar banalen Dinge, die allerdings so wichtig sind und die in den vergangenen zwei Pandemiejahren ganz klar gefehlt haben.“

Das Treffen war äußert wertvoll, sei es, um die teils neu-gewählten Vorsitzenden kennenzulernen, als auch um die Zusammenarbeit zu fördern und die Weichen für gemeinsame Vorhaben zu legen.

KJA

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